
Projekt: Anforderungsspezifikation Verlagssystem
Ausgangssituation
Ein Verlag ersetzte sein Kernsystem durch eine Individuallösung auf Basis einer integrierten Workflow-Plattform. Man entschied sich für einen inkrementellen Entwicklungsansatz, d.h. das System wird in seiner Gesamtheit geplant, aber in Teilen realisiert. Die Systementwicklung wurde dabei durch einen externen Dienstleister übernommen, der jedoch nicht bei der Anforderungsdefinition mit den Fachbereichen beteiligt war. Eine große Herausforderung bildete deshalb die strukturierte Spezifikation der fachlichen Anforderungen an das System. Diese galt es, in standardisierte technische Dokumente zu übersetzen.
Zielsetzung
Kirchner + Robrecht wurde beauftragt, die Anforderungsspezifikation an das neue Verlagssystem zu unterstützen.
Unser Vorgehen
- Ist-Aufnahme: Zunächst sichteten wir die für den Aufgabenbereich relevanten Funktionen des aktuellen Systems.
- Die Erarbeitung der fachlichen Anforderungen erfolgte anschließend in vier Schritten:
1. Interviews mit Key-Usern, um Optimierungsansätze zu ermitteln und die grundsätzlichen Anforderungen an das neue System aufzunehmen.
2. Dann stimmten wir die Sollprozesse auf einer ARIS-Plattform ab und modellierten diese.
3. Hierauf aufbauend definierten wir die notwendigen logischen Datenstrukturen.
4. Im letzten Schritt leiteten wie die detaillierten funktionalen Anforderungen an das neue System ab. - Kosten-/Nutzenanalyse: Nach der Anforderungsdefinition bewerteten wir Aufwand und zu erwartenden Nutzen.
- Spezifikation: Die Spezifikationen wurden in standardisierten Vorlagen dokumentiert und kontinuierlich mit den Key-Usern abgestimmt.
- Feinabstimmung: Am Ende des Prozesses stand die Feinabstimmung mit den Entwicklern.
Ergebnisse
Das neue Verlagssystem bildet nun die wirklich benötigten Funktionen und Daten für das Unternehmen ab. Gegenüber dem Altsystem ist dieses wesentlich weniger komplex und damit einfacher handhabbar. Die Prozesse werden nun systemseitig unterstützt und die Datenqualität dadurch erhöht. Damit einhergehend sind die Prozesse und Vorgehensweisen im Unternehmen optimiert und erstmalig zentral verfügbar. Für die Umsetzungsphase lagen abgestimmte „Programmieranweisungen“ und ein übergreifendes logisches Datenmodell vor.
Klaus Bott, Projektleiter: „Sich von den gewohnten Funktionen und Systemprozessen zu lösen und neue Wege zu beschreiten stellte für viele Anwender eine große Herausforderung im Projekt dar. Durch konsequentes Hinterfragen der gestellten Anforderungen konnte Kirchner + Robrecht jedoch gemeinsam mit den Fachbereichen neue Ideen entwickeln und die tatsächlich notwendigen Anforderungen identifizieren. Dabei verloren wir aber nie den aktuellen Funktionsumfang aus den Augen und stellten so eine sinnvolle Systementwicklung sicher.“
Ihre Fragen beantwortet Ihnen gern Klaus Bott.