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Kirchner + Robrecht
Verlagsberatung Top-Themen

Welches sind die Top-Themen der Verlags-/Medienberatung in den nächsten fünf Jahren?

Peter Schwalbach

Neue Geschäftsmodelle entwickeln

Das seit Jahrzehnten etablierte Geschäftsmodell der Printmedien, bestehend aus Vertriebs- und Werbeerlösen mit unterschiedlicher Gewichtung, funktioniert immer weniger. Ein Boden, geschweige denn eine Umkehr dieses extrem stabilen Trends ist - abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen - nicht absehbar. Mithin lässt sich das späteste Ende dieses Modells mit einer linearen Extrapolation ziemlich exakt vorhersagen. Die Medienunternehmen müssen also die etablierten Geschäftsmodelle durch neue ergänzen und langfristig ersetzen. Wünschenswert wäre, wenn dies mit journalistischen Produkten und Angeboten, insbesondere im Digitalen gelingen könnte. Die Praxis zeigt jedoch, dass dies mehr als herausfordernd ist. Damit sind solche Geschäftsmodelle wahrscheinlich eher im Service- und E-Commerce-Bereich jenseits der journalistischen Kernkompetenz zu finden. Bei den Medienkonzernen ist ja schon seit längerem zu beobachten, dass genau dies geschieht. Bei TV-Anbietern ist die Situation zwar weniger offenkundig und das Geschäftsmodell ein etwas anderes, die Tendenz ist aber vergleichbar - wie auch der Ausweg.

Strukturen im Kerngeschäft konsolidieren

Akzeptiert man das oben gesagte, liegt es nahe, das Kerngeschäft als Cash-Cow zu betrachten und so lange wie möglich so profitabel wie möglich zu halten. Da die Quelle der Profitabilität immer weniger auf der Erlösseite zu finden ist, müssen die Kosten minimiert werden. Hier bieten sich neben klassischen Rationalisierungsmaßnahmen vor allem Zusammenschlüsse zu größeren Verbünden, gemeinsame Servicegesellschaften und neue Leistungsbezugsmodelle an.

Technologie-Kompetenz aufbauen

Folgt man der These, dass die künftigen Produkte und Angebote vor allem digitaler Natur sind, ist es sinnvoll, entsprechende Kompetenz aufzubauen. Dies kann zum einen innerhalb der bestehenden Organisation durch Qualifizierungsmaßnahmen, eher aber durch eine entsprechende Ausrichtung des Recruitings erfolgen. Zum anderen kann und sollte dies durch gezielte Investitionen in Unternehmen erfolgen, die die zur Produktstrategie passenden technologischen Kompetenzen mitbringen. Der Begriff der Technologie-Kompetenz sollte dabei weit gefasst sein und auch Aspekte wie Innovationsfähigkeit und den veränderten Arbeitsweisen angepasste Organisationsformen miteinbeziehen.

Jürgen Pötzl

Beschleunigung der Digitalen Transformation

Hier sehe ich die folgenden drei Schwerpunkte

  1. Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle
  2. Datengetriebenes Marketing, von der Produkt- zur Kundenorientierung
  3. Wandel der Strukturen und Mitarbeiter-Skills: Bewegliche Organisationsformen, Digitalkompetenz, Beherrschung der Datenmanagement-Prozesse

Die Gründe für meine Auswahl: Der Megatrend der Digitalen Transformation unserer Gesellschaft vertieft sich. Die Veränderung der Mediennutzung durch Konsumenten und Werbungtreibende in Richtung Digital setzt sich fort und zieht Budgets aus dem angestammten Geschäft weiter ab.

Konsolidierung des Stammgeschäfts
Verlags- und unternehmensübergreifende Bündelung von Service- und Marketing-Funktionen (z. B. Vertrieb, Anzeigendisposition, Werbevermarktung).

Die Begründung für diese Auswahl: Die Budgetverlagerung weg vom Stammgeschäfts seitens der Konsumenten und Werbungtreibenden schmälert die Renditen der Verlage und verschärft den Wettbewerb um die verbleibenden Budgets. Eine Steigerung von Effizienz und der Marktmacht im Stammgeschäft bleibt die große Herausforderung für Verlage und Medienhäuser zur Sicherung ihrer Ergebnisse.

David Bests Top-Themen der Verlagsberatung

Digitale Transformation begleiten

Verlage und Medienunternehmen sehen wie andere Unternehmen auch Erlöschancen und Effizienzpotenziale durch die digitale Transformation (z.B. neue digitale Geschäftsmodelle, neue digitale Produkte, digitale Unterstützung von Prozessen uvm.); im Vergleich zu "Durchschnittsunternehmen" sind Verlage und Medienunternehmen aufgrund der Digitalisierbarkeit von Inhalten besonders stark davon betroffen  - obschon sich die Branche hiermit mindestens seit 15 Jahren beschäftigt.

Konsolidierung und Restrukturierung unterstützen

In einigen Medienbereichen (z.B. regionale Tageszeitungen) führt die Strukturkrise, die von stetig sinkenden Auflagen- und Anzeigenerlösen getrieben wird dazu, fortlaufend Kosten sparen zu müssen und die Effizienz zu erhöhen. Daraus wiederum resultiert ein Konsolidierungs- und Restrukturierungsbedarf.

Prozesseffizienz erhöhen

Es gelten die gleichen Argumente wie bei der Konsolidierung und Restrukturierung - Prozesseffizienz spielt jedoch auch in Verlagsbereichen, die (noch) keine so starken strukturellen Probleme haben (z.B. Belletristik, Fachbuch) eine wichtige Rolle.

Klaus Botts Fokusthemen der Verlagsberatung

Kundendatengetriebene Geschäftsmodelle und Marketing Automation

Alle Verlage stehen vor dieser Herausforderung. Doch fehlt es häufig am Know-how und an den Kapazitäten. Und leider auch am Verständnis: So werden Kundendaten teilweise immer noch als IT-Problem begriffen, anstatt sich Gedanken zu neuen Geschäftsmodellen mit optimierten Kundendaten zu machen. So wird die notwendige Geschwindigkeit für die Entwicklung und Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen oft noch nicht erreicht. Ein weiteres Problem liegt im Organisationsdesign: Viele Organisationen bilden die neuen Anforderungen nicht ab. Zudem werden Investitionen in notwendige neue Funktionen und versierte Mitarbeiter vielerorts noch gescheut. 


Projektmanagement / Projektbegleitung

Für viele Verlagsmitarbeiter ist die Projektarbeit immer noch eine Herausforderung. Hinzu kommt eine mangelhafte Projektkultur in vielen Verlagen. Konzeptionelles Know-how fehlt ebenso wie die Kapazitäten, um die Projekte schnell voranzutreiben. Als hinderlich erweisen sich auch falsch gesetzte Prioritäten. Last but not least vermisse ich vielerorts ein fachbereichsübergreifendes Verständnis.


Systemstrategie und IT Strategie

Es ist eine große Herausforderung, Onlinedaten in Echtzeit zu verarbeiten und mit den "starren" Verlagssystemen zu verbinden. Den IT-Organisationen fehlt dabei oft das Know-how zu neuen Technologien, die eingesetzt werden könnten. Daher gewinnen neue Systemgenerationen wie NON-SQL, dmp, etc. immer mehr an Bedeutung. Die Vorgehensweise in den IT-Organisationen ist oft zu stark auf Prozess- und Datensicherheit ausgelegt, was eine geringe Geschwindigkeit bei der Umsetzung zur Folge hat. 

David Winkens

Automatisierung und Steigerung der Effizienz

Um Spielraum für Produktinnovationen im digitalen Bereich zu schaffen, müssen Verlage die Möglichkeiten der Digitalisierung schon heute nutzen. Sie sollten die Prozesse zur Herstellung, Verteilung und Abrechnung von "reifen" Produkten so stark wie möglich automatisieren bzw. die Effizienz steigern.

Produktinnovationen

Im Bereich der Tageszeitungen ist eindeutig erkennbar, dass die Digitalisierung des Medienkonsums ein noch nicht abgeschlossener, gesellschaftlicher Wandel ist. Und die Substitution fängt da an, wo die Argumente von digitalen Medien am größten sind. In Bezug auf die Tageszeitungen ist das die Schnelligkeit und die Aktualität der digitalen Kanäle, die das Wertversprechen einer täglich erscheinenden Print-Ausgabe über den Haufen geworfen haben. Am anderen Ende der Skala stehen die Fach- und Wissenschaftsverlage, die sich auf ihren Produkten (Print oder Datenbanken) ausruhen. Auch hier werden innovative Produkte den Bedarf nach tiefgründigen Informationen bald deutlich besser befriedigen können. Deep Learning, Sprachverarbeitung und künstliche Intelligenz werden die Fragen der Menschen bald deutlich besser beantworten können als ein Buch oder eine Volltextsuche. Und wer hat bei Zugriff, Aufbereitung und Verteilung von "Wissen" die besten Voraussetzungen? IBM Watson, Google, Facebook und Co.

Recruiting

Gerade die Unternehmen, die es am meisten nötig haben (sinkende Auflagen, sinkende Umsätze, überholte Geschäftsmodelle und reife Produkte) haben es am schwierigsten, gute neue Mitarbeiter anzulocken. Die Medienunternehmen aus dem Print-Bereich, denen ein Umbruch bevorsteht, müssen qualifizierte Fachkräfte suchen und binden. Mit allen Mitteln.

Der direkte Weg für Ihre Projektanfrage

Peter Kirchner
Tel. +49. 6023. 943 53 18
peter.kirchner@kirchner-robrecht.de
Dr. Marco Olavarria
Tel. +49. 30. 88 03 39 422
marco.olavarria@kirchner-robrecht.de

News

Handelsblatt Fachmedien "Workshop Organisationsdesign - Mit innovativen Strukturen zum agilen Unternehmen" am 11.7.2017 oder 27.9.2017 oder 5.12.2017 in Berlin: Das beharrliche Festhalten an alten Strukturen ist eine der größten Hürden im Change Management und bei der digitalen Transformation. Dabei sind Strukturen und Organigramme wichtigste Taktgeber für die Agilität und Performance eines Unternehmens. Wie muss man sich intern aufstellen, um schnell und flexibel auf neue Rahmenbedingungen reagieren zu können? Welche Modelle passen zum eigenen Unternehmen? Wie ersetzt man starre Hierarchien durch agile Zusammenarbeit und Eigenverantwortung? In diesem Workshop mit Dr. Marco Olavarria lernen Sie Schritt für Schritt, wie Sie die Organisationsstruktur Ihres Unternehmens optimieren. Weitere Infos mit Anmeldemöglichkeit…

Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik 25.-29.9.2017 in Chemnitz | Workshop "Digitaler Journalismus": Unter dem Motto "Digitale Kulturen" steht die 47. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik. Peter Kirchner ist im Rahmen der Veranstaltung Organisator des Workshops "Digitaler Journalismus". In dessen Mittepunkt stehen technische und organisatorische Verfahren, mit denen die Informatik zu einer möglichst qualitativen und authentischen Berichterstattung in Wort und Bild beitragen kann. Mehr zur Veranstaltung...

Seminar „Digital Change Management - Den digitalen Wandel kompetent managen” vom 6.-7.11.2017 in München: Erfahren Sie in diesem Seminar, welche konkreten Maßnahmen Sie ergreifen können, um bestehende Verlags- und Redaktionsorganisationen an die Anforderungen der digitalen Transformation anzupassen. Diese hat in vielen Medienhäusern Veränderungsprozesse angestoßen, die fast alle Geschäftsbereiche berühren. Die Veränderung daran erweist sich in der Praxis oft als große Herausforderung. Denn häufig fehlt ein tragfähiges Konzept, um die eigene Organisation und ihre Geschäftsbereiche nachhaltig zu entwickeln und die Umsätze im digitalen Geschäft im gewünschten Maß tatsächlich zu steigern. Das Seminar wird von der Akademie der Deutschen Medien veranstaltet und geleitet von Dr. Marco Olavarria. Zur Veranstalterseite mit Anmeldemöglichkeit...

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